Allgemeine Einführung .
Abendstimmung in Grand-Popo © Klaus van Briel (DED Benin)Am 25. Oktober 2006 hat sich der Tag der Unterschrift unter das „Rahmenabkommen über die Entsendung von Freiwilligen“ des DED in Dahomey / Benin zum 40. Mal gejährt. Nach groben Schätzungen gehen wir davon aus, dass insgesamt 700 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in Dahomey / Benin in diesen 40 Jahren gelebt und gearbeitet haben. Die früher so genannten „Volontaires allemands“ genießen heute unter der Bezeichnung „Assistants techniques“ immer noch einen sehr guten Ruf. Sie leben und arbeiten heute nicht mehr in unzähligen kleinen Dörfern, aber sie sind durch ihr Leben und Arbeiten in vielen mittleren und kleinen Städten im Land immer in sehr engem Kontakt mit ihren Partnerorganisationen und erwerben so im Laufe ihrer Vertragszeit wertvolle Erfahrungen aus dem Alltagsleben der Beniner.
Ungefähr die Hälfte der 28 Fachkräfte, die derzeit in Benin arbeiten, ist innerhalb der deutschen EZ-Programme in den drei Schwerpunkten Dezentralisierung, Umwelt- und Ressourcenschutz und Trinkwasserversorgung eingesetzt. Sie arbeiten dabei in sehr engem Kontakt mit den Mitarbeitern der Kommunen in vielen Regionen des Landes, aber insbesondere in den beiden nördlichen Départements Atacora und Donga. Die andere Hälfte arbeitet ebenfalls zu den Schwerpunktthemen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, aber mit anderen Zielgruppen, wie z.B. vielen Nichtregierungsorganisationen, Handwerkerverbänden oder auch anderen Gruppierungen der Zivilgesellschaft. Neben den zentralen Schwerpunkten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Benin bearbeitet der DED auch Querschnittsthemen wie z.B. HIV/Aids-Prävention und Malariabekämpfung, indem er Fachkräfte zu diesen Themen einsetzt.
Um eine Fachkraft des DED zu bekommen, kann jede beninische Organisation, ob privat oder öffentlich, einen Antrag beim DED-Büro in Cotonou stellen, der von den verschiedenen Gremien des DED gründlich geprüft wird und bei positiver Entscheidung zur Entsendung einer Entwicklungshelferin / eines Entwicklungshelfers in die entsprechende Organisation führt. Allerdings kann dieser Prozess einige Monate dauern, da die Fachkräfte in Deutschland und im Partnerland eine spezifische Vorbereitung durchlaufen und ihren Umzug bewerkstelligen müssen.
Für die nächsten Jahre wird sich der DED Themen wie zum Beispiel der Konflikte zwischen Viehzüchtern und sesshaften Ackerbauern, der Einhaltung des Gesetzes zum Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung, der Frage der Perspektiven für junge Beninerinnen und Beniner und des Ausbaus der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Dezentralisierung intensiv widmen und sicherlich in diesen Arbeitsfeldern neue Projektplätze einrichten.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Surfen über die Seiten des DED Benin und freue mich über Anregungen für einen Ausbau unserer Website!
Kora Gouré Bi
Regionaldirektorin Benin/Togo

