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Zivilgesellschaft in Benin .  

Erklärung des Wahlvorgangs auf dem Dorf
Workshop zur Präsidentschaftswahl 2006 © Beate Kube / DED

Die Zivilgesellschaft bildet neben Staat und Privatsektor den dritten Teil der Gesellschaft. Sie bildet den Bereich der gesellschaftlichen Selbstorganisation, aus welchem Lösungsentwürfe für gesellschaftliche Probleme hervorgehen. Idealtypisch steht die Zivilgesellschaft in kritisch-konstruktiver Beziehung zum Staat und zeichnet sich aus durch aktive Interaktion mit ihm.

Es gibt viele Formen von Zivilgesellschaftlichen Organisationen (ZGO): Verbände, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Vereine, Nichtregierungsorganisationen (NRO), Gewerkschaften etc. Im Folgenden wird der Schwerpunkt auf NRO und NRO-Netzwerke gelegt. NRO sind gemeinnützig, nicht gewinnorientiert und – wie der Name sagt – nichtstaatlich.

In Benin gibt es bereits seit den 80er Jahren ZGO. Sie lassen sich wie folgt klassifizieren:

  • Interessensvertretungen (z.B. Bauernvereinigungen)
  • Lobbyorganisationen (Menschenrechte, Frauennetzwerke etc.)
  • Mittler- oder Durchführungsorganisationen (Projektdurchführung)
  • Religiöse Organisationen

Mit dem politischen Wechsel zu einer pluralistischen und rechtsstaatlichen Demokratie zu Beginn der 90er Jahre begann in Benin ein regelrechter Boom an Gründungen von NRO. Jährlich entstanden neue Organisationen, andere verschwanden wieder. Mittlerweile ist jedoch der große NRO-Gründungsboom vorbei. Zum einen gibt es so gut wie in jeder Gemeinde NRO mit den unterschiedlichsten Zielen. Zum anderen hat die NRO-Euphorie der Geber einer realistischen Sichtweise Platz gemacht: NRO werden nicht mehr als das Allheilmittel in der Projektdurchführung gesehen, sondern als wichtige – aber eben nicht einzige - Partner im Entwicklungsprozess des Landes.

Die NRO verfügen in Benin über nicht unerhebliche materielle Mittel (Büro, Ausstattung) ebenso wie qualifiziertes Personal und über umfassende Erfahrungen hinsichtlich Projektdurchführung. Dieses Potential macht sie zu wichtigen Akteuren im Entwicklungsprozess des Landes.

Neben ihren Stärken finden sich bei beninischen NRO auch eine Reihe von Schwächen:

  • Mangel an Klarheit in der eigenen Zielsetzung und Tendenz, ohne ausreichende fachliche Kompetenz Themen zu bearbeiten, die von den Geberorganisationen nachgefragt werden
  • Gravierende interne Probleme
  • Geringe gemeinsame Artikulation von Interessen gegenüber Staat oder Geberorganisationen
  • Mangelhafter Zugang zu und keine Weitergabe von Informationen
  • Mangel an zukunftsorientierter, selbstbestimmter Planung

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Weitere Informationen:

Dezentralisierung/ Demokratieförderung

DSRP.

Zivilgesellschaft im Armuts- minderungsprozess

Die Regierung Benins hatte im März 2003 mit der Ausarbeitung ihrer nationalen Strategie zur Armutsminderung (DSRP) den Completion point erreicht und erfüllt damit die von den Bretton-Woods-Institutionen auferlegten Bedingungen für einen erweiterten Schuldenerlass.

Zivilgesellschaft im SCRP Prozess

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