ded-logo Angezeigte Seite: Arbeitsfelder. / Gesundheit. /

Inhaltsübersicht der Seite (Accesskey 0):

Gesundheit .  

Bild: Mutter und Kind beim DED-Arzt in Tansania
DED-Arzt im Einsatz in Tansania

Die Situation in den Partnerländern

Hohe Sterblichkeit - insbesondere bei Kindern und Müttern - niedrige Lebenserwartung und vermeidbare Infektions- und parasitäre Erkrankungen sind Kennzeichen der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern. Ursachen vieler "Krankheiten der Armut" sind weniger die besonderen Infektionsrisiken in den Tropen als vielmehr schlechte Hygiene- und Wohnbedingungen, unzureichende Ernährung, kaum funktionierende Gesundheitseinrichtungen und die geringe Schulbildung.
Auch die AIDS-Epidemie breitet sich in vielen Ländern rasend schnell aus und hat teils verheerende Auswirkungen.
Mit Unterentwicklung geht ein starkes Bevölkerungswachstum einher. Die hohe Geburtenzahl wirkt sich einerseits nachteilig auf die Gesundheit von Müttern wie Kindern aus, andererseits gefährdet sie auf längere Sicht die Ernährungsgrundlage der Bevölkerung und beeinträchtigt den wirtschaftlichen Fortschritt.
Mit diesen massiven Problemen versuchen Gesundheitssysteme fertig zu werden, die oft völlig unzureichend sind und sich in ländlichen Regionen erst im Aufbau befinden. Angemessen qualifiziertes Fachpersonal ist außerhalb der Städte noch knapp. Ungenügende Bezahlung, mangelnde fachliche Anregungen und Supervision sowie meist schwierige Arbeitsbedingungen schwächen die Motivation, aufs Land zu gehen.

Der Beitrag des DED

Der DED arbeitet vorwiegend in Einrichtungen staatlicher Gesundheitsdienste, vereinzelt auch kirchlicher und kommunaler Träger. Ziel ist die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, sowohl auf dem Land als auch in städtischen Elendsvierteln. Dabei geht es nie um rein kurative Aufgaben, sondern immer auch um präventive Maßnahmen und Gesundheitsförderung.

Meist gehört es zur Arbeit einzelner Entwicklungshelfer oder zum DED-Programm, die Rahmenbedingungen der Arbeit zu verbessern. Dazu zählen die Betriebsabläufe in den Gesundheitseinrichtungen, wie z.B. Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung oder Latrinenbau, aber auch die Einführung eines Systems der Gebührenerhebung und -verwaltung. Zugleich bilden Entwicklungshelfer Techniker für die Wartung von medizinischem Gerät aus und verbessern die bauliche Infrastruktur von Krankenhäusern und Gesundheitsstationen.
In den letzten Jahren hat die AIDS-Arbeit erheblich an Bedeutung gewonnen. Die größten Aufgaben sind im Bereich der Prävention zu bewältigen - doch ohne Therapie und Folgenminderung sind sie oft wenig wirksam und werden deswegen mit ihnen kombiniert.
Etwa 15 Prozent aller Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer des DED sind in insgesamt 12 Ländern im Gesundheitswesen tätig. Schwerpunkt ist Afrika und Asien. In Lateinamerika gibt es nur noch vereinzelt Aktivitäten im Gesundheitsbereich.

Kontakt

Fachgruppe F4
Gesundheit
E-Mail: F4@ded.de

Download

Leistungsbereiche und Leistungsangebote.  

Mitarbeit in Distriktkrankenhäusern und Gesundheitszentren

  • Allgemeinchirurgische und geburtshilflich-operative Tätigkeit
  • Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Supervision
  • Beratung in Distriktgesundheitsverwaltungen
  • Organisation präventivmedizinischer Dienste
  • Organisation von Gesundheitsinformationssystemen
  • Finanzplanung / Gebührenwesen
  • Koordination größerer Basisgesundheitsprogramme

Gesundheitsaufklärung

  • Mutter-Kind-Vorsorge
  • Impfungen
  • Familienplanung und Schwangerschaftsberatung
  • Geburtshilfe
  • Hygieneberatung

HIV/AIDS-Bereich

  • Einführung von Betriebsprogrammen in kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen
  • Aufnahme des Themas in die Lehrerausbildung
  • Pflege zu Hause
  • Organisationsentwicklung einheimischer AIDS-Initiativen
  • Integration von HIV/AIDS als Querschnittsthema in die Arbeit aller Entwicklungshelfer, auch anderer Fachbereiche

Weitere Aktivitäten

  • Formale Ausbildung von Krankenschwestern, -pflegern und Hebammen
  • Verbesserung der Versorgung mit Medikamenten
  • Instandhaltung von medizinischen Einrichtungen und Geräten
  • Renovierung von Krankenhäusern und Gesundheitsstationen

Download

Weitere Informationen:

Infos auf den Websites von Partnerländern.

Weitere Links.

AIDS Workplace Programs in Southern Africa (AWiSA)

Eine Kooperation von DED und InWEnt, um kleine und mittlere Unternehmen und andere Organisationen bei der Bewältigung der Folgen der AIDS/HIV-Pandemie zu unterstützen.

AWiSA

Sektorkonzepte.

Beispiele für landesspezifische Konzepte des DED im Gesundheitsbereich:

Working Concept Reproductive Health/HIV and AIDS in Kenya
(PDF, 160 KB)

Fachbereichsleitlinien des DED-Vietnam im Bereich Behindertenarbeit
August 2004
(PDF, 290 KB)

DED-Vietnam Guidelines For Working With People With Disabilities
August 2004 (PDF, 260 KB)

Themenbereiche: